Chronik

Die Königspaare


2021 Kein Fest wegen Covid 19 / Lothar Banning und Elke Kosthorst (kom.)
2020 Kein Fest wegen Covid 19 / Lothar Banning und Elke Kosthorst (kom.)

2019 Lothar Banning und Elke Kosthorst

2018 Klaus Heming und Cordula Thesing

2017 Rolf Ridder und Claudia Nachtigall-Fahrland

2016 Martin Fahrland und Martha Lohberg

2015 Christoph Nienhaus und Simone Fehr

2014 Peter Schmidt und Christiane Schmidt

2013 Heiner Mispelkamp und Resi Elting

2012 Matthias Fahrland und Ann-Christin Fahrland

2011 Oliver Mümken und Ramona Langert

2010 Franz-Josef Nienhaus und Martina Jakubowski

2009 Christian Rügamer und Sandra Giesing

2008 Dennis Krasenbrink und Martina Lubbers

2007 Udo Habers und Barbara Möllmann

2006 Jürgen Kock und Tanja Boland

2005 Klaus Bothe und Julia Banning

2004 Udo Habers und Michaela Pöpping

2003 Michael Wilde und Jutta Niehus

2002 Markus Pöpping und Iris Mümken

2001 Achim Kreyenbrink und Anni Schapdick

2000 Bernhard Volmering jun. und Tanja Volmering

1999 Ingo Volmering und Beate Volmering

1998 Michael Schmeinck und Karin Tenbusch

1997 Wilfried Schlebes und Elsbeth Weßling

1996 KAISER: Ludwig Rügamer

1996 Hans Georg Möllmann und Anne Hunhoff

1995 Markus Buß und Sylvia Hünting

1994 Walter Lütkenhorst und Resi Unland

1993 Heiner Gries und Gudrun Gries

1992 Martin Fahrland und Heike Souilljee

1991 Günther Schröder und Roeltje Hunhoff

1990 Bernhard Volmering jun. und Marion Nienhaus

1989 Rudolf Billmann und Renate Knufmann

1988 Karl-Heinz Hunhoff sen. und Rita Benning

1987 Hannes Hovestädt und Renate Tielkes

1986 Heinz Uebbing und Maria Metheling

1985 Michael Geukes und Christina Geukes

1984 Walter Schapdick und Renate Knufmann

1983 Erich Dücking und Hildegard Demuth

1982 Friedhelm Tenbusch und Hildegard Bauhaus

1981 Ludwig Rügamer und Ria Buß

1980 Manfred Wilms und Christel Lübbers

1979 Alfons Tangelder und Anneliese Tangelder

1978 Manfred Heming und Agnes Dücking

1977 Bernhard Buß und Maria Rügamer

1976 Hans Sittlinger und Gudula Sittlinger

1975 Hermann Willing und Monika Schmeing

1974 Erwin Terweide und Waltraut Terweide

1973 Heinz Ratering und Irmgard Hemmers

1972 Bernhard Ratering und Berni Tenbensel

1971 Alfons Spiegelhoff und E. Spiegelhoff

1970 Wilhelm Booms und Gerda Spieker

1969 Rolf Deutmeyer und Maria Tenbergen

1968 Hans Wilms und Marget Büink

1967 Hans Jansen und Elisabeth Jansen

1966 Bernhard Booms und Maria Booms

1965 Walter Kosthorst und Else Kosthorst

1964 Wilhelm Reichenberg und Anne Reichenberg

1963 Johann Schwinning und Maria Bwing

1962 Hermann Hörning und Katarina Hörning

1961 Herbert Hertog und Mathilde Hertog

1960 Heinrich Bauhaus und Else Rentmeister

1959 Siegfried Schlatt und Ida Buß-Tenbensel

1958 Johann Reichenberg und Hedwig Reichenberg

1957 Bernhard Volmering sen. und Klara Volmering

1956 Karl Schäffer und Hedwig Schäffers

1955 Fritz Holtwick und Maria Holtwick

1954 Hermann Overbeck und Adelheid Overbeck

1953 Johann Schwinning und Maria Schwinning

1952 Hermann Spietenborg und Elisabeth Spietenborg

1951 Josef Eiting und Margot Eiting

1950 Heinrich Groß-Holtwick und Anna Tenbensel

1949 Karl Schlüter und Elisabeth Höing

1948 Heinrich Booms und Elisabeth Booms

1947 Heinrich Booms und Elisabeth Booms

1938 Bernhard Booms und Maria Booms

1937 Hermann Vehoff sen. und Elisabeth Vehoff

1936 Bernhard Barking und Anna Uebbing

1934 Anton Büdding und Gertrud Büdding

1930 Fritz Holtwick und Maria Holtwick

1925 Bernhard Tenbensel und Gertrud Bielefeld

1924 Bernhard Iding und Maria Iding

1923 Johann Uebbingund Aloysia Ebbert

1922 Bernhard Weikamp und Maria Ohmen

1921 Wilhelm Buß und Anna Tenbensel

1920 Johann Alck und Maria Thesing

1919 Bernhard Schaffeld und Maria Brucksteg

1914 Heinrich Nakotte und Maria Nakotte

1910 Bernhard Volmering und Gertrud Groß-Holtwick


Die Geschichte


Im Jahr 1821 entschlossen sich einige unserer Vorväter einen Schützenverein zu gründen um sich im Falle eines Falles eine m Angriff von außen zu erwehren. Darüber hinaus stellten damals Schützenvereine eine nationaldemokratische Opposition gegen- über der einzelstaatlichen Fürstenherrschaft dar. Im Zuge der Gründung feierte man das erste Stiftungsfest.

Leider sind aus den ersten 100 Jahren keine Aufzeichnungen überliefert worden, sodass die eigentliche chronologische Abfolge erst im Jahr 1920 beginnt. Seinerzeit fand auf dem Hof Ostendorf ein Stiftungsfest statt. Das dazugehörige Vogelschießen wurde auf dem Hof Kleinhardt abgehalten.

Der Verein erfreute sich stetig wachsender Beliebtheit und wuchs bis zum Jahr 1925 auf über 500 Mitglieder heran. Offensichtlich war das die magische Grenze, denn es erfolgte die Teilung in die Vereine „St. Bernhard Lowick, links der Aa“ und „Feldmark-West“.

Der in den Jahren darauf einsetzende 2. Weltkrieg hatte natürlich auch für den Verein Feldmark-West einschneidende Folgen. Am 05. Mai 1939 erfolgte der Abschluss des Kassenbuches und die Ruhestellung des Vereinslebens wurde beschlossen. Im Zuge der fast vollständigen Zerstörung der Stadt Bocholt am 22.03.1945 gingen sämtliche Vereinsunterlagen und Fahnen mit Ausnahme eines einzigen Kassenbuchs verloren.

Trotz Elend, Leid und Zerstörung, die der Krieg hinterlassen hatte, fasste man bereits im Jahr 1946 den Entschluss, den Verein wieder aufleben zu lassen. Unter dem Vorsitz von W. Schroer gelang der Wiederaufbau und so feierte man bereits im Jahr 1947 das erste Schützenfest nach dem Krieg. 1949 war die Vereinskasse bereits so gut gefüllt, dass es den seinerzeit Verantwortlichen möglich war, eine neue Vereinsfahne herzustellen, welche dann feierlich eingeweiht wurde.

Der Verein wuchs und gedieh. So folgte im Jahr 1950 die Gründung eines Spielmannzuges und 1953 errichtete man

das erste Ehrenmal, um den Gefallenen, Vermissten und Verstorbenen des Vereins zu gedenken.

Um im Jahr 1965 den ersten Kugelfang finanzieren zu können, wurde der Vereinsbeitrag auf 18 DM/Jahr angehoben. Ein Jahr darauf wurde erstmals in einem großen Stahlbauzelt das Schützenfest gefeiert.

1967 erfolgte die offizielle Eintragung im Vereinsregister. Seither trägt der Verein den Zusatz „e.V.“ im Namen. Damit einhergehend wurde u.a. auch eine neue Satzung verabschiedet, die den Formalien gerecht wurde.

Der Spielmannszug feierte am 01. Mai 1969 in neuen Uniformen sein erstes Stiftungsfest. Ein großes, rauschendes Schützenfest schloss sich in den folgenden Tagen daran an.

Am 01. Mai 1970 wurde im großen Festzelt an der Lowicker Straße das 150. Stiftungsfest gefeiert. Zeitgleich beging Johann Alck sein 50. Königsjubiläum.

Nachdem 1972 die zweite Vereinsfahne eingeweiht wurde und 1975 das ursprüngliche Ehrenmal wegen der Erschließung eines neuen Baugebietes weichen musste, folgte im Jahr 1976 die Einweihung des neuen, den Vorschriften entsprechenden, Kugelfangs.

Im November 1977 begann der damalige Vorstand unter dem Vorsitz von Hans te Uhle mit dem Bau des neuen Ehrenmals an der heutigen Stelle. Die Arbeiten gingen zügig voran, sodass das Mitglied Bernhard Schlebes schon bald mit der gärtnerischen Gestaltung beginnen konnte. Pünktlich zum Schützenfest 1978 waren unzählige Jungpflanzen gesetzt und das neue Ehrenmal konnte feierlich von Kaplan Bernhard Kösters eingeweiht werden. Der damalige Oberbürgermeister der Stadt Bocholt, Günter Hochgartz, war einer der vielen Festredner.

Der Verein zählte zu diesem Zeitpunkt 222 Mitglieder. Um unabhängiger zu sein und sich für die kommenden Jahre gut aufzustellen, wurde in den Folgejahren u.a. ein eigener Toilettenwagen angeschafft sowie für die wachsende Zahl an Gerätschaften eine Garage als Geräteraum errichtet.

Zählte der Verein im Jahre 1993 noch 300 Mitglieder, so wuchs die Zahl bis zum Jahr 1995 schnell auf 330 Mitglieder heran.

Das Jahr 1996 war ein ganz Besonderes: Zum 175-jährigen Jubiläum gab es ein großes, rauschendes Schützenfest mit vielen geladenen Gästen und Vereinen. Erstmalig fand zeitgleich ein großes Kaiserschießen statt, bei dem ausschließlich die ehemaligen Könige des Vereins schießberechtigt waren.

Ludwig Rügamer bewies die nötige Treffsicherheit und schoss den Vogel gekonnt von der Stange. Zu seiner Mitregentin erwählte er seine Ehefrau Maria. Seitdem hat die Feldmark ihr erstes Kaiserpaar.

In den Folgejahren feierte nicht nur die Kugelfangmannschaft ihr 25-jähriges Bestehen, es wurden auch immer wieder anfallende Renovierungen am Ehrenmal, Toilettenwagen usw. durchgeführt bzw. weitere Gerätschaften angeschafft. Da die Kapazität der ersten Garage als Geräteraum erschöpft war, wurde 1998 eine zweite Garage angebaut.

Als im Jahr 2000 das große Stadtschützenfest aller Bocholter Schützenvereine mit Kaiserschießen am Brauhaus bevor stand, konnten sich die Veranstalter bzgl. der Organisation und Durchführung dieses Großereignisses auf die Unterstützung aus der Feldmark verlassen.

Das mittlerweile traditionelle Sommerfest wurde erstmalig im Jahr 2001 ausgerichet. Diese Veranstaltung (zunächst noch auf dem Parkplatz des Supermarktes, später auf der Grünfläche vor dem Azurit-Seniorenheim) entwickelte sich über die Jahre zu einem regelrechten „Stadtteilfest“.

Im Rahmen der jährlich stattfindenden „interkulturellen Wochen“ präsentieren hier die Anwohner des Viertels Spezialitäten aus den unterschiedlichsten Nationen.

Aus dem Erlös der Veranstalung werden seit jeher die Kosten für die Organisation und Durchführung des alljährlichen Martinszuges für die Kindergärten der Feldmark gedeckt.

Das traditionelle Biwak, welches zuvor lange Jahre jeweils im Sommer vor einer stimmungsvollen Kulisse auf der Obstwiese vom Hof Tenbensel gefeiert wurde, war, nachdem die Örtlichkeiten nicht mehr zur Verfügung standen, nur noch ein Schatten seiner selbst und wurde durch das Sommerfest abgelöst.

Im Jahr 2003 wurde erstmalig eine Jungschützenkompanie gegründet. Diese sollte, ebenso wie die einige Jahre zuvor formierte „3. Kompanie“, bei den jeweiligen Umzügen, Fototerminen und Feierlichkeiten das Bild des Vereins vervollständigen.

Als langjährige, treue und überaus engagierte Mitglieder wurden in diesem Jahr Matthias Lubbers, Josef Giesbers (†2019) und Achim Kreyenbrink zu Ehrenmitgliedern ernannt.

2005 erfolgte dann die Einweihung einer festen Vogelstange auf dem Vereinsgelände an der Lowicker Straße. Seither wird diese nach und nach mit den Namen der jeweiligen Königspaare „geschmückt“.

Im Jahr 2008 wird Bernhard Buß dafür geehrt, dass er bereits seit 30 Jahren den über die Grenzen des Vereins hinweg bekannten Schützenvogel anfertigt. Nachdem er diese handwerklich sehr anspruchsvolle Aufgabe 2017 an seine Nachfolger Burkhard Grothus und Alfons Heller weitergegeben hatte, wurde Bernhard für dieses langjährige, treue Engagement zum Ehrenmitglied ernannt. In den Folgejahren geht die erste vereinseigene Homepage online, die Lagerkapazität wird um einen Container an der Vogelstange erweitert und die Vereinsfahnen bekommen im Seniorenheim Azurit ein neues Zuhause.

Nachdem Peter Schmidt 2012 aus gesundheitlichen Gründen als Major zurücktreten musste und den Staffelstab an Ingo Nienhaus weitergereicht hatte, wurde er für die langjährige Ausübung dieser Funktion zum Ehrenmajor ernannt.

Für sein langjähriges Engagement als Schießmeister wurde im Jahr 2014 Johann Keiten-Schmitz in den Kreis der Ehrenmitglieder aufgenommen. Im Folgejahr gibt er diese verantwortungsvolle Aufgabe an Maik Brüggemann ab.

Das 65. Stiftungsfest des Spielmannzuges in neuen Uniformen folgte ein Jahr später.

Immer schon war und ist es dem Verein ein dringendes Anliegen, sich auch außerhalb der Feierlichkeiten für seine Nachbarn und Mitmenschen einzusetzen und stark zu machen. Dass dieses gelingt, sieht man an der sehr guten und intensiven Zusammenarbeit mit z.B. „TuB Bocholt“, „Lebenshilfe“, dem Seniorenheim „Azurit“, den Kindergärten und Schulen der Feldmark, als auch unseren befreundeten Schützenvereinen.

Dieses Engagement blieb auch den Stadtvätern nicht verborgen und man entschied im Jahr 2014 die ehrenamtliche Tätigkeit unseres Vereins mit der „Ehrenamtskarte der Stadt Bocholt“ zu würdigen.


Eine neue Generation junger Männer schließt sich im Jahr 2018 zu einer neuen Jungschützenkompanie zusammen und engagiert sich seitdem bei den unterschiedlichsten Veranstaltungen in vorbildlicher Weise.

Für die seinerzeit Verantworlichen war schnell klar, dass sich das Wochenende um den 1. Mai anbietet, um ein rauschendes Fest zu feiern und damit den Frühling willkommen zu heißen. Somit etablierte sich der „Tanz in den Mai“ als eine feste Größe, welche auch heute noch über die Vereinsgrenzen hinweg mit dem Namen „Feldmark-West“ in Verbindung gebracht wird. Zunächst als klassische Tanzveranstaltung mit Live-Musik, später als Jugendparty mit DJ und Musik vom Plattenteller, entwickelte sich der Tanz in den Mai als „die“ Veranstaltung, welche, auch aus wirtschaftlichen Gründen, nicht mehr wegzudenken ist.


Im Jahr 2020 konnten leider aufgrund der weltweit grassierenden Corona-Pandemie keinerlei Feierlichkeiten sattfinden. Viele Schützenvereine haben sich während der coronabedingten Beschränkungen sehr intensiv über die sozialen Netzwerke ausgetauscht und mit lustigen und kreativen Ideen über die Zeit der Entbehrungen hinweggeholfen. Das war toll!

Abschließend möchten wir uns ganz herzlich für die Aufmerksamkeit bedanken und hoffen, dass Ihnen diese kleine Rückblende gefallen hat.